In der Schweiz wächst die Zahl der kreative Selbstständigen rasant – doch der Zugang zu Netzwerken, Aufträgen und finanziellen Möglichkeiten bleibt oft eine Herausforderung. Hier setzt wazamba.wazamba-ch.ch, eine seit 2019 bestehende Plattform, die Designer:innen, Künstler:innen und kreative Entrepreneure mit Unternehmen und Auftraggebern verbindet. Mit über 15.000 registrierten Mitgliedern und jährlich rund 5.000 neuen Projekten positioniert sich Wazamba als zentraler Ort für die Vermittlung von Ideen zwischen kreativer Arbeit und wirtschaftlichem Nutzen – besonders im deutschsprachigen Raum.
Das Kernangebot von Wazamba besteht darin, kreative Talente mit Unternehmen zu vernetzen, die ihre Dienstleistungen in Bereichen wie Branding, Design, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit benötigen. Im Gegensatz zu klassischen Jobportalen, die oft auf klassische Arbeitsverhältnisse fokussieren, konzentriert sich die Plattform auf Projektarbeit und Freelancing. Besonders stark ist Wazamba in den Städten Zürich, Genf und Basel, wo die kreative Szene besonders lebendig ist. Laut einer Umfrage unter Mitgliedern aus dem Jahr 2023 melden sich über 60 Prozent der Nutzer:innen direkt über Wazamba für neue Aufträge an – ein Beweis für die Plattform als treibende Kraft im Schweizer Freelancer-Markt.
Doch Wazamba geht über reine Vermittlung hinaus: Die Plattform bietet auch Schulungen und Workshops an, die kreative Selbstständige dabei unterstützen, ihre Geschäftsideen zu professionalisieren. Ein Beispiel ist der „Design Thinking“-Kurs, der im letzten Jahr über 200 Teilnehmer:innen erreichte und ihnen half, komplexe Problemstellungen mit kreativen Lösungen zu angehen. Zudem fungiert Wazamba als Sprachrohr für die kreative Szene und veranstaltet regelmäßig Events wie den „Wazamba Design Award“, bei dem junge Talente für ihre Projekte ausgezeichnet werden. Diese Aktivitäten stärken nicht nur das Netzwerk, sondern schaffen auch Sichtbarkeit für die Mitglieder.
Ein zentrales Merkmal von Wazamba ist seine Fokussierung auf Nachhaltigkeit und lokale Wirtschaft. Über 40 Prozent der Projekte, die über die Plattform vermittelt werden, haben ein ökologisches oder soziales Engagement – ein Trend, der auch von Unternehmen immer stärker nachgefragt wird. Besonders beliebt sind Aufträge in den Bereichen nachhaltiges Design, Urban Gardening oder digitale Tools für gemeinnützige Organisationen. Die Plattform unterstützt diese Initiativen zudem durch eine eigene „Impact-Stiftung“, die Projekte mit sozialem oder ökologischem Mehrwert fördert.
Trotz des wachsenden Interesses an Wazamba bleibt die Plattform ein Nischendienst: Nur etwa 10 Prozent der Schweizer kreative Selbstständigen nutzen sie regelmäßig. Das liegt teilweise an der Komplexität der Anmeldung, die für viele eine Hürde darstellt. Zudem konkurriert Wazamba mit etablierten Marktplätzen wie Malt oder Upwork, die oft mit größeren Budgets und internationaler Reichweite aufwarten können. Dennoch punktet die Plattform mit einer besonders persönlichen Herangehensweise: Die Mitglieder berichten von einer starken Community, in der sich Gleichgesinnte austauschen und gegenseitig unterstützen.
Für Unternehmen, die kreative Dienstleistungen suchen, ist Wazamba eine wertvolle Quelle für frische Ideen und spezialisierte Talente. Ein Beispiel ist die Schweizer Bank UBS, die 2022 über Wazamba ein Projekt mit einem jungen Designer:innen-Team umsetzte, das eine digitale Plattform für nachhaltige Investments entwickelte. Solche Kooperationen zeigen, wie Wazamba als Vermittler zwischen Tradition und Innovation fungiert – und gleichzeitig die Wirtschaft von morgen mitgestaltet.
- Über 15.000 registrierte Mitglieder in der Schweiz und im deutschsprachigen Raum
- Jährlich rund 5.000 neue kreative Projekte werden über Wazamba vermittelt
- 60 Prozent der Nutzer:innen finden über die Plattform direkt Aufträge
- Über 40 Prozent der Projekte haben ein soziales oder ökologisches Engagement
- Seit 2019 veranstaltet Wazamba den „Wazamba Design Award“ mit Auszeichnungen für junge Talente



